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Die künftige Struktur des Heeres zielt darauf ab, "Kräfte zu bündeln" und die Teilstreitkraft somit für die Bewältigung ihrer Aufgaben moderner und leistungsfähiger zu machen. Querschnittsaufgaben der Führung, Aufklärung, Unterstützung und Ausbildung werden zusammengefasst und streitkräftegemeinsam in der neuen Streitkräftebasis und im umgestalteten Zentralen Sanitätsdienst wahrgenommen. Aus diesem Grund wird die Spitzengliederung des Heeres durch die Auflösung des Unterstützungskommandos gestrafft. Das Heeresführungskommando übernimmt die Führung der künftig sieben Divisionen des Heeres, des neu aufgestellten Heerestruppenkommandos sowie der deutschen Teile der multinationalen Großverbände, wie beispielsweise der Deutsch-Französischen Brigade. Die Korpsstäbe werden mit dem Wegfall der truppendienstlichen Führungsverantwortung entlastet. Zugleich werden sie gestrafft und so in die Lage versetzt, auch über die Grenzen der Teilstreitkräfte hinweg Einsätze zu planen und zu führen. Unabhängig davon bleibt das Heer auch in seiner neuen Struktur an den multinationalen Korps (z.B. I. Deutsch-Niederländisches Korps, Multinationales Korps Nord-Ost) beteiligt. Das Heeresamt ist für die Weiterentwicklung der Teilstreitkraft und die Ausbildung ihrer Soldaten verantwortlich, so dass ihm die Führung der Schulen des Heeres obliegt. Es übernimmt darüber hinaus Aufgaben, die im Zusammenhang mit der Entwicklung und dem Entstehungsgang heeresspezifischer Ausrüstung stehen. Folglich führt es auch das Materialamt des Heeres.
![]() Die Truppenstruktur des Heeres ist durch acht Großverbände auf Divisionsebene bestimmt. Sie bestehen aus fünf mechanisierten Divisionen (Panzer- und Panzergrenadiertruppe), einer Division für spezielle Operationen (DSO), einer Division für luftbewegliche Operationen (DLO) sowie dem Heerestruppenkommando.
Die mechanisierte Brigade bleibt Träger des Gefechts der Verbundenen Waffen. Sie ist befähigt, bei Einsätzen die nationale Führungsebene zu stellen. Mit den vorgesehenen 10 mechanisierten Brigaden können ohne Mobilmachung künftig zwei unabhängige Einsätze dauerhaft unterstützt werden. Das Heer wird einen Personalumfang von 138.500 Soldaten haben. |
| Stand:13. Oktober 2000 |