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Führungsorganisation
Die Konzeptionelle Leitlinie
von 1994 und das Ressortkonzept zur Anpassung der Streitkräftestrukturen
von 1995 legen eine Differenzierung in Krisenreaktionskräfte (KRK)
und Hauptverteidigungskräfte (HVK) fest. Der Friedensumfang beträgt
233.400 Soldaten, davon 37.000 Soldaten für die KRK.
FührungsorganisationDer Inspekteur
des Heeres ist höchster truppendienstlicher Vorgesetzter seiner
Teilstreitkraft und dem Minister unmittelbar für das Herstellen und Halten
der personellen und materiellen Einsatzbereitschaft des Heeres
verantwortlich.
Der bisher von Dänen und Deutschen besetzte Stab LANDJUT wurde am 1. April 1999 von Rendsburg nach Stettin verlegt und in einen neuen trinationalen Korpsstab mit Polen als drittem Partner umgewandelt. In der Führung des Allied Rapid Reaction Corps, des Eurokorps und des V. Amerikanisch-Deutschen Korps ist das Heer mit unterschiedlichen Anteilen vertreten. Großverbände des Heeres werden diesen Stäben erst für konkrete Einsätze unterstellt. Bis auf die beiden deutsch-amerikanischen wechselt in den anderen Korps die Führung zwischen den beteiligten Nationen. Den Korps unterstehen jeweils
zwei bis drei Divisionen. Die Divisionsstäbe sind im Frieden bis auf eine
Ausnahme mit den Wehrbereichskommandos (WBK) zusammengefaßt. Damit
werden die Nationalen Territorialen Aufgaben und die Einsatzaufgaben einer
Division von einer gemeinsamen Kommandobehördewahrgenommen. In Krise und
Krieg wird diese Zusammenfassung aufgehoben. Die 22 im Frieden
aufgestellten Kampfbrigaden können in einer Krise auf 26 Brigaden
aufwachsen. Sechs voll präsente Brigaden - einschließlich des deutschen
Anteils an der Deutsch-Französischen
Brigade - sind den KRK zugeordnet. Vier voll präsente Brigaden haben
die gleiche Gliederung und Ausstattung wie die KRK. Sie sollen diese
verstärken oder ablösen. Für Friedenseinsätze müssen jedoch die
Grundwehrdienstleistenden durch Längerdiener ersetzt werden. Aus dem
Personalbestand des Heeres kann dies nicht geleistet werden.
Gliederung im VerteidigungsfallIm Verteidigungsfall treten das HFüKdo, sowie Teile des HUKdo und des HA in einem Hauptquartier Heer zusammen. Dieses übernimmt die Einsatzführung der unter nationalem Kommando verbleibenden Kräfte sowie die Wahrnehmung der Nationalen Territorialen Aufgaben. Der Verteidigungsumfang des Heeres von 505.000 Soldaten wird durch schrittweise oder geschlossene Heranziehung der personellen und materiellen Mobilmachungsergänzung innerhalb von sechs Monaten erreicht. Innerhalb kurzer Zeit kann die Personalstärke des Heeres ohne Mobilmachung um 25.000 Soldaten durch flexiblen Aufwuchs erhöht werden. Alle dem Bündnis gemeldeten Kräfte werden nach Herstellen der Einsatzbereitschaft der NATO unterstellt. |
| Stand:13. April 2000 |