Bundeswehr - Reform: 
Die Struktur der neuen Streitkräftebasis

 

Die Streitkräftebasis nimmt Querschnittaufgaben der Führung, Aufklärung, Unterstützung und Ausbildung wahr. Diese Bündelung soll zu deutlichen Effizienzsteigerungen in allen Bereichen führen und die verkleinerte Bundeswehr insgesamt im Hinblick auf gewandelte Anforderungen moderner und leistungsfähiger machen.

Die Struktur der Streitkräftebasis

Die Streitkräftebasis übernimmt den bisherigen militärischen Organisationsbereich der Zentralen Militärischen Dienste und wird ausgebaut.

Das Streitkräfteunterstützungskommando ist das Führungskommando der Streitkräftebasis. Aufgaben der Streitkräftebasis – insbesondere die streitkräfte- bzw. bundeswehrgemeinsamen Fachaufgaben – werden, wo immer zweckmäßig, im Streitkräfteamt zusammengefasst. Das Streitkräfteunterstützungskommando führt alle Einsatzkräfte der Streitkräftebasis und die Kräfte zur Unterstützung des Dauerbetriebs im Inland über künftig nur noch vier Wehrbereichskommandos. Darüber hinaus sind ihm das Logistikzentrum der Bundeswehr, das in seiner Struktur anzupassende Logistikamt der Bundeswehr, die Kräfte der Operativen Information und das neue Kommando Strategische Aufklärung unmittelbar unterstellt.

  • Die Wehrbereichskommandos führen fachlich und truppendienstlich die Feldjägerkräfte, die Verteidigungsbezirkskommandos, die Kraftfahr-Grundausbildungsorganisation, die Truppenübungsplätze und alle Logistik- und Führungsunterstützungskräfte der Streitkräftebasis.
  • Das Logistikzentrum der Bundeswehr disponiert zentral alle logistischen Leistungen der Streitkräftebasis, die so genannte Basislogistik. Hier wirken Streitkräfte und Wirtschaft im Sinne des Rahmenvertrages "Innovation, Investition und Wirtschaftlichkeit in der Bundeswehr" in enger Kooperation zusammen.
  • Das Logistikamt der Bundeswehr wird das zentrale Amt für alle logistischen Verfahren der Bundeswehr und übernimmt das Nutzungsmanagement für Gerät in der Materialverantwortung des Inspekteurs der Streitkräftebasis.
  • Dem Streitkräfteamt werden auch künftig Dienststellen mit streitkräfte- bzw. bundeswehrgemeinsamen Aufgaben unterstellt: für Ausbildung und Forschung, zentrale Fachaufgaben und Dienstleistungen, bi- und multinationale Beziehungen sowie internationale Kooperation.

Das neu geschaffene Einsatzführungskommando ist dem Inspekteur der Streitkräftebasis lediglich truppendienstlich unterstellt. Für die Planung und Führung von Einsätzen deutscher Streitkräfte im Ausland untersteht es dem Minister als Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt unmittelbar.

Die Streitkräftebasis wird einen Personalumfang von 50.000 Soldaten haben.

Stand:13. Oktober 2000