| Mit ihrer Beitrittserklärung zur NATO verpflichtete
sich die Bundesrepublik Deutschland, bewaffnete Verbände
für die Landesund Bündnisverteidigung bereitzustellen.
Im Januar 1956 begann der erste Verteidigungsminister der
Bundesrepublik Deutschland, Theodor Blank, in
Zusammenarbeit mit seinen wichtigsten militärischen
Ratgebern, den Generalen Adolf Heusinger und Dr. Hans
Speidel, mit der Aufstellung der Bundeswehr. Die ersten Grundsatzbefehle zur Aufstellung der Bundeswehr ergingen schon am 11. Januar 1956. In einem Organisationsbefehl des Truppenamtes mit dem Datum 03. Juli 1956 wurde das Quartiermeistertransportbataillon 914, das Bataillon, aus dem das Transportbataillon 370 hervorging, erstmals namentlich erwähnt. Das mit der Aufstellung des Bataillons beauftragte Vorauskommando hatte sich am 01. Oktober 1956 im Standort Andernach zu melden. In einem weiteren Organisationsbefehl des Truppenamtes mit dem Datum 13. Juli 1956 wurde befohlen, daß das Vorauspersonal für das Bataillon am 02. November 1956 einzutreffen hatte. Aus noch vorhandenen Einberufungsbescheiden für das Kaderpersonal geht hervor, daß sich diese Soldaten am 05. November 1956 in Diez und Ellwangen melden sollten. Die Orte wurden jedoch durchgestrichen und handschriftlich durch Andernach ersetzt. Im Aufstellungsbefehl Nr. 41
des Heeres vom 27. Dezember 1956, dessen Vorbefehl schon
im Januar 1956 aufgestellt wurde, ist erstmals der vorläufige
Standort des Bataillons, Zweibrücken / Kreuzbergkaserne,
erwähnt.
Ein definitiver Aufstellungstermin wurde in diesem Schreiben allerdings noch nicht befohlen. Die zur Realisierung des Aufstellungsbefehls Nr. 41 des Heeres notwendigen Gespräche zwischen der Bundeswehr, den deutschen Behörden und den Amerikanern, fanden am 17. November ihre Anfänge. Dabei stand die Überlassung der Kreuzbergkaserne in Zweibrücken im Mittelpunkt. Am 16. Dezember 1956 zog das Vorauskommando des Bataillons, unter Führung von Oberleutnant Pauli in die Kreuzbergkaserne in Zweibrücken ein.
Zweibrücken wurde somit zum ersten Bundeswehrstandort in Rheinland-Pfalz. |