| Zum ersten Katastropheneinsatz des Bataillons kam es
am 09. Februar 1958. Durch den langanhaltenden Regen und die schmelzenden Schneemassen des harten Winters überfluteten mehrere Bäche, die durch die Stadt fließen, große Teile der Stadt Zweibrücken. Teile des Bataillons, unter der Führung von Hauptmann Martens, Kompaniechef der leichten Quartiermeistertransportkompanie 946, heute 2. Kompanie, halfen den zivilen Hilfskräften bei Rettungs- und Bergungsaktionen, sowie den späteren Aufräumungsarbeiten. In der heimischen Presse fand dieser Einsatz ein überaus positives Echo. Ende Mai führte das Bataillon seinen ersten größeren Transporteinsatz durch. Vom Munitionsdepot Lorch mußte Munition nach Landsberg am Lech transportiert werden. Dieser Transport war eine Vorübung für die im September stattfindende Versorgungsübung "Rheingold". In den letzten Augusttagen wurde als erste Kompanie des Bataillons die schwere Quartiermeisterbetriebsstofftransportkompanie 991, heute 5. Kompanie, in die Niederauerbach - Kaserne verlegt. Die Räumlichkeiten, die kurz vorher noch von französischen Soldaten belegt waren, sahen sehr heruntergekommen aus. In Selbsthilfe wurden sie einigermaßen wohnlich hergerichtet. Die Verpflegung für die Kompanie mußte jedoch zu jeder Mahlzeit immer noch aus der Kreuzberg - Kaserne geholt werden, wofür ein extra eingerichteter Pendelbus existierte. Der größte Teil der Kaserne wurde auch weiterhin durch die französische Truppe belegt. Zwischen den deutschen und französischen Soldaten herrschte ein sehr freundschaftliches Verhältnis. So konnte man auch das französische "maison des soldates", eine Art Soldatenheim, in Anspruch nehmen, wo das Bier nur 30 Pfennig kostete. Da die deutschen Soldaten sich oft recht spendabel zeigten, waren sie stets gern gesehener Gast. Ab 01. September fand dann im Bataillonsrahmen die Versorgungsübung "Rheingold" statt. Eine Übung die unter anderem das gefechtsmäßige Übersetzen über den Rhein zum Inhalt hatte. Nahtlos schloß sich die "Lehr- und Versuchsübung der Logistiktruppen" (LV 58) in der Lüneburger Heide an, die insgesamt vier Wochen dauerte. Man fühlte sich wohl in der Garnison Zweibrücken, und die zivile Bevölkerung suchte den Kontakt zum "jungen Bataillon": Neujahrsempfänge, gemeinsame sportliche Veranstaltungen, Manöverbälle und gegenseitige Einladungen zu den verschiedensten Anlässen sollen hier nur nebenbei erwähnt werden.
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