| Mit Wirkung vom 01. Januar übernahm Major Rehberger
das Kommando des Bataillons. Das Jahr 1962 forderte über die Maßen Abwesenheit vom Standort. Gleich zu Beginn des Jahres verlegte das Bataillon nach Hammelburg und führte vom 26. Februar bis 09. März einen Truppenübungsplatzaufenthalt durch. Das schlechte Wetter mit Schnee und Kälte, mit Regen und Tauwetter erschwerte viele Übungsvorhaben. Auch die Unterbringung in Zelten brachte ihre Probleme mit sich.
Die Transport- und Versorgungsübung "Rollbahn" folgte vom 22. bis 28. Juni und nahm das gesamte Bataillon in Beschlag. Vom 01. bis 10. August stand der Trupenübungsplatzaufenthalt in Vogelsang an.
Das Schießen mit Handwaffen, das Werfen von Gefechtshandgranaten, sowie das Überschießen von Soldaten auf einer Gefechtsbahn bildeten die Schwerpunkte. Eine kleine Episode am Rande: Oberleutnant Boos, S4 - Offz des Bataillons, schoß auf einer Schießbahn auf Luftballons. Außenstehende Beobachter verzeichneten hierbei ein hundertprozentiges Trefferergebnis. Äußerst zufrieden verließ der S4 den Schießstand, allerdings ohne zu wissen, daß der KpChef der mTrspKp 314, Hauptmann Kieser, mit auf die Ballons geschossen hatte. Als der S4 später von der "Unterstützung" erfuhr, war der Kontakt zwischen Oberleutnant Boos und Hauptmann Kieser sehr eingeschränkt.
Kurz vor Weihnachten kam die Nachricht, daß das gesamte Bataillon ab Juni 1963 nach Hermeskeil, in die noch im Bau befindliche Hochwald Kaserne, verlegt werden sollte. Diese Nachricht kam für alle sehr überraschend und war für viele Soldaten wie ein Schock, denn sie wohnten nun doch schon einige Jahre in Zweibrücken und Umgebung. Zu diesem Zeitpunkt kannte kaum jemand das im idyllischen Hochwald gelegene Dorf Hermeskeil. |