| Die angekündigte Verlegung von Zweibrücken nach
Hermeskeil blieb auch im neuen Jahr Gesprächsthema
Nummer eins. Trotz aller Ungewißheit mußte das Leben im
Bataillon weitergehen. Bereits am 26. Januar verlegte das Bataillon auf den Truppenübungsplatz Haltern, einen von einer englischen Kommandantur verwalteten Übungsplatz. Dieser Aufenthalt, der bis zum 02. Februar dauerte, wurde eine echte Härteübung für alle Teilnehmer. Bei teilweise -20 °C biwakierte man in Zweimannzelten und in kleinen Gefechtszelten, da der Boden so tief gefroren war, daß die Zeltpflöcke für größere Zelte nicht eingeschlagen werden konnten. Selbst Kranke mußten im Biwak bleiben, da die englische Kommandantur die Verlegung in den festen Sanitätsbereich nicht erlaubte. Am 25. März wurde durch den Befehl des III. Korps die Verlegung nach Hermeskeil offiziell. Ab 01. Juni wurde mit der Verlegung begonnen. Den Anfang machten dabei der Stab, die Stabskompanie und die leichte Transportkompanie 371. Am 15. Juni folgten die mittlere Betriebsstofftransportkompanie 391 und einen Monat später die mittleren Transportkompanien 374 und 375. Ende des Juli war die Verlegung abgeschlossen. Wer jedoch den Verlegungsbefehl genau gelesen hatte, kam erneut ins Grübeln, denn der Endstandort sollte Camberg im Taunus werden, was ein erneutes Umziehen bedeutet hätte. Fast gleichzeitig mit der Verlegung des Bataillons nach Hermeskeil erfolgte die Umbenennung von Transportbataillon 310 in Transportbataillon 370.
Am 12. September hielt das Transportbataillon 370 unter dem Kommando von Major Rehberger seinen offiziellen Einzug in die neue Garnison Hermeskeil. Trotz des ungünstigen Zeitpunktes am frühen Vormittag, lockten die aufmarschierten Soldaten, begleitet durch ein Heeresmusikkorps, viele Zuschauer auf den Marktplatz.
Oberst Grossing, Kommandeur des Korpsnachschubkommando 3, der Hermeskeiler Bürgermeister Bier und der Kommandeur, Major Rehberger, schritten die Front des angetretenen Bataillons ab. Für annähernd 30 Jahre sollte Hermeskeil Standort des Bataillons bleiben.
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