| Soldaten aller Dienstgrade nahmen am 22.
und 23. Januar an einer wehrpolitischen Tagung in Trier
teil. Referenten waren neben anderen die SPD Politiker
MdB Buchstaller und MdB Haehser. Von den interessierten
Soldaten des Bataillons angetan, wurde der Kontakt von
den beiden Abgeordneten auch weiterhin aufrechterhalten. In der Nacht vom 28. auf den 29. April verließ das Bataillon mit Masse den Standort Hermeskeil um an der Gefechtsübung "Schwarzer Husar" im Raum Bruchsal - Neckarelz - Mosbach - Walldürn teilzunehmen. Schwerpunkte waren das Verhalten beim Einsatz von ABC - Waffen, sowie das Befüllen von Versorgungspunkten und Beziehen von Verfügungsräumen bei Nacht. Was die Truppenverpflegung anbelangte, so sorgten die reichen Spargelvorkommen in der Region für ein ausgewogenes, ballaststoffreiches, eminent kulinarisches Essen.
Im Rahmen der Umgliederung des Heeres und der damit verbundenen Reorganisation der Logistiktruppen wurde das Bataillon am 01. September 1971 in seiner Gliederung verändert. Die Kompanien wurden infolgedessen teilweise umbenannt, so wurde aus der 5./Transportbataillon 370 die 3./Transportbataillon 370 und aus der 5./Betriebsstofftransportbataillion 390 wurde die 5./Transportbataillon 370. Sie blieben aber unverändert dem Nachschubbataillon 310 in Diez unterstellt. Aufgelöst wurde die 2./Betriebsstofftransportbataillon 390. Die bestehende Patenschaft zur Stadt Sulzbach wurde von der 2./Transportbataillon 370 übernommen.
Eine Änderung in der Offizieranwärterausbildung der Nachschubtruppe trat am 01. Oktober in Kraft. Seit diesem Datum absolvierten die Aspiranten ihre Spezialgrundausbildung im Bataillon. Als Ausbildungskompanie wurde die 4./TrspBtl 370 bestimmt. Dies führte zu starken Personalschwankungen innerhalb der Kompanie, da die Offizieranwärter mal auf Lehrgang, mal in der Truppe waren, mit der Folge, daß es phasenweise zum Oberschuß oder Mangel an Dienstgraden kam. Die herzlichen Kontakte zwischen der 4./Transportbataillon 370 und ihrer Patengemeinde Großrosseln wurden während einer Übung vom 13. bis 15. Oktober weiter vertieft.
Schon der Beginn der Kurzübung am 13. Oktober ist erwähnenswert, denn bei der Einfahrt in den Ort standen viele Einwohner an den Straßen und warteten auf "ihre" Soldaten. Ein Gerücht behauptet, daß neben der Wache, dem Kompaniefeldwebel, Hauptfeldwebel Feß und dem Schirrmeister, Hauptfeldwebel Prox, niemand mehr im Lager übernachtet habe. Auf jeden Fall steht fest, daß viele Soldaten der Kompanie eine Frau aus Großrosseln heirateten. Seit etwa 1965 bestanden Kontakte zwischen der 3./Transportbataillon 370 und Fürstenhausen, einem Stadtteil von Völklingen. Diese Verbindung führte im Laufe der Zeit zu vielen gemeinsamen Veranstaltungen und gegenseitigen Besuchen. So auch Ende Dezember, als die Kompanie für eine Woche in Fürstenhausen weilte. Als Erinnerung überreichte der Völklinger Oberbürgermeister Fischer dem Kommandeur, Oberstleutnant Sversen, einen Wappenteller der Stadt und unterstrich erneut die aufrichtige Verbundenheit. |