Transportbataillon 370
1981

 

Die schon seit 1979 bestehenden freundschaftlichen Beziehungen des Bataillons zu dem französischen 512. Transportregiment, stationiert in Bitburg, wurden am 27. März mit der Übernahme von Patenschaften manifestiert. Jede Kompanie des Transportbataillons 370 ging eine Patenschaft mit einer französischen Escadron, zu deutsch Kompanie, ein. Ort der Feierlichkeiten war die französische Kaserne in Bitburg.

Als ein Tag der Trauer bleibt der 03. April in Erinnerung. Mitten aus der Arbeit heraus, nur sechs Monate vor seinem Dienstzeitende, verstarb völlig unerwartet der Korpsnachschubkommandeur 3, Oberst Greiner. Seine Beliebtheit bei den Soldaten, die seine Kompetenz und väterlichen Umgang schätzten, ließ ihn für viele unvergessen werden.

"Arbeit für den Frieden - Versöhnung über den Gräbern". Unter dieses Motto stellten 13 Soldaten der 2. Kompanie, unter der Führung ihres "Spießes" HptFw Giltz, ihre Arbeit an der französischen Atlantikküste. Auf dem Soldatenfriedhof Pornichet installierten sie vom 24. September bis zum 09. Oktober eine dringend benötigte Wasserleitung. Am Ende ihres Aufenthalts würdigten der Bürgermeister der Stadt Pornichet und die ortsansässige Presse die völkerverbindende Arbeit der Soldaten.

Am 30. Oktober stattete der Trierer Weihbischof Dr. Kleinermeilert dem Transportbataillon einen Besuch ab. Zu Beginn hielt der Bischof einen Gottesdienst in der Markuskirche. Anschließend nahm er an einem "Lebenskundlichen Unterricht" teil, um sich einen Einblick zu verschaffen, wie Gottes Wort, bezogen auf Alltagsprobleme, von den Soldaten gehandhabt wird. Beim abschließenden gemeinsamen Mittagessen mit den Offizieren, Kompaniefeldwebeln und Vetrauenspersonen äußerte der Bischof, daß mit dem Besuch des "himmlischen Bodenpersonals" in der Kaserne der verblaßte Heiligenschein wieder aufpoliert worden sei.


30. Oktober 1981: Der Trierer Weihbischof, Dr. Kleinermeilert, besucht das Bataillon. 1. v. r.: HptFw Schott, KpFw der AusbKp 16/III.

Aus Anlaß des 15jährigen Bestehens der Patenschaft zwischen der 2./TrspBtl 370 und der Stadt Sulzbach, fand im November ein Gesellschaftsabend in der Sulzbacher Festhalle statt. An diesem Abend wurden noch einmal alle miteinander begangenen oder füreinander stattgefundenen Aktivitäten in Erinnerung gerufen. Besonderen Dank sprach man der Partnerkompanie für die kontinuierlich stattfindenden Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge, die Kranzniederlegung und Ehrenwache am Volkstrauertag und die gemeinsamen Weihnachtsfeiern aus.

25 Jahre Transportbataillon 370, dieses Ereignis wurde am 14. November 1981 im Rahmen eines feierlichen Appells zelebriert. Als Hauptredner gedachten der Korpsnachschubkommandeur 3, Oberst Stroth (einst S3-StOffz des Bataillons) und Bataillonskommandeur Oberstleutnant Streichsbier dieses Jubiläums.


Feierlicher Appell zum 25jährigen Jubiläum. Vorn Mitte: OTL Streichsbier; 2. v. r.: OLt Klaas; 3. v. r.: Bürgermeister Becker; 4. v. r.: Oberst Stroth; 2. v. I. Hptm a. D. Mühl.

Bei der anschließenden eindrucksvollen Paradeaufstellung stellten sowohl die amerikanischen, als auch die französischen Pateneinheiten Ehrenabordnungen. Auf dem mit Fackeln festlich erleuchteten Appellplatz der Hochwald-Kaserne in Hermeskeil fanden sich neben einer großen Anzahl aktiver- und ehemaliger Soldaten des Bataillons auch zahlreiche zivile und militärische Gäste ein. Musikalisch wurde die Festlichkeit von der Stadtkapelle Hermeskeil unterstützt.


14. November 1981: 25 Jahre TrspBtl 370: OTL Steichsbier spricht zur Festversammlung


OTL Streichsbier begrüßt ehemalige Kommandeure des Bataillons: v. I.: OTL a. D. Rehberger; OTL Slangen; OTL Kaltenegger; OTL Schmitt.


OTL Streichsbier während der Ehrung verdienter Soldaten des Bataillons: v. I.: Oberst i. G. Steinseifer (1963 - 1965 KpChef, 3./TrspBtl 370); Hptm Dierolf (S 4); HptFw Giltz (KpFw, 2./TrspBtl 370)

Verbunden mit dem 25jährigen Jubiläum des Bataillons wurde auch die damals schon 5 Jahre währende Patenschaft mit dem 53rd. (US) Transportbatallion aus Kaiserslautern gefeiert.

Die schon zur traditionellen Einrichtung gewordene Weihnachtsbescherung der Nachschubausbildungskompanie 16/III konnte in diesem Jahr über Gebühr ausfallen. Nachdem die Vertrauensleute der Kompanie die versiegelte 3-Liter-Flasche geöffnet und die darin befindlichen Münzen und Scheine gezählt hatten, ergab sich ein Betrag von 2.209,54 DM (=1.129,72 EUR). Hiervon wurden wieder bedürftige Kinder zu Weihnachten beschert.

 

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