| Eröffnet wurde das Ausbildungsjahr wie
schon die Jahre zuvor durch das Dreikönigsschießen des
Transportbataillons. Zahlreiche zivile Gäste, Vertreter
der Verwaltung und Schulen folgten der Einladung. Während des Truppenübungsplatzaufenthaltes im Mai in Schwarzenborn wurde die 5. Kompanie durch den Kommandeur, Oberstleutnant Streichsbier, ausgezeichnet. Sie erhielt den Wanderpreis für 104.000 km unfallfreies Fahren. Teile des Bataillons wurden immer wieder neu gefordert und mußten sich in neue Lagen versetzen. So auch während der Übung "Wehrhafter Löwe", die vom 12. bis 23. September im Raum Ziegenberg-Gießen-Gladenbach stattfand. Es wurden das Aufwachsen und der Einsatz einer Mob-Einheit durchgespielt. Die 4. Kompanie wurde dabei zur 6./Nachschubbataillon 5, somit zu einer MobAufwuchskompanie, und dem Nachschubbataillon 5 in Wetzlar unterstellt. Die 5. Kompanie wurde als Leitungstruppe eingesetzt. Das Jahr 1983 brachte dem Bataillon auch einen neuen Kommandeur. Im Rahmen eines Feldbiwaks am 26. September verabschiedete sich Oberstleutnant Streichsbier von seinen Offizieren, Unteroffizieren und zivilen Mitarbeitern. Auch ehemalige Bataillonsangehörige waren geladen. Am 29. September fand dann die eigentliche Bataillonsübergabe statt. Der Korpsnachschubkommandeur 3, Oberst Nägel, übertrug das Kommando von Oberstleutnant Streichsbier auf Oberstleutnant Lieser.
Ein offizieller Empfang durch den scheidenden und den neuen Kommandeur schloß sich an. Im Rahmen des Empfangs wurde dem Transportbataillon 370 von Oberst Nägel der 1. Bataillons-GardeMarsch aus dem Jahre 1806 als Bataillonsmarsch verliehen. Der 1. Bataillons-Garde-Marsch 1806 wird in den Jahren 1740-1745 erstmals historisch erwähnt. Offiziell als Regimentsmarsch eingeführt wurde dieser Marsch jedoch erst 1806 von König Wilhelm III.. Bereits unter Friedrich dem Großen (1712-1786) war er jedoch schon der Bataillonsmarsch seines Gardebataillons.
Der 17. November war der 20. Geburtstag der Stadt Hermeskeil als Garnisonsstadt. Auf dem Neuen Markt fand aus diesem Anlaß ein feierliches Gelöbnis mit anschließender Serenade statt.
Der rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft und Verkehr, Heinrich Holkenbrink, überbrachte die besten Wünsche der Landesregierung und dankte nicht nur den deutschen Soldaten, sondern auch den anwesenden Amerikanern und Franzosen. Der allgemeine Tenor sagt aus, daß die Geschichte und Entwicklung Hermeskeils nicht gesondert betrachtet werden kann, sondern kontinuierlich gemeinsam mit der Bundeswehr gesehen werden muß. |