Das Transportbataillon war, wie schon öfters
erwähnt, ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens
der Stadt Hermeskeil. So kam es, daß das Bataillon auch
in die ortsüblichen Gebräuche einbezogen wurde. Es war
Tradition, daß in der "Fünften Jahreszeit"
die Kaserne ein Mittelpunkt des karnevalistischen Lebens
darstellte. Am 06. Februar, dem "Fetten Donnerstag",
marschierte die karnevalistische Garde "Ruck - Zuck"
in Formation vor der Wache auf, um die Kasernenübergabe
zu erreichen. Zwar leisteten die Transporteure unter der
Führung ihres Kommandeurs erheblichen Widerstand, mußten
sich jedoch der weiblichen Streitmacht nach heftigem
"Kampfgetümmel" bedingungslos ergeben.
Schon seit mehreren Jahren beteiligte sich die 3. Kompanie an der Aus- und Weiterbildung von Reservisten und nahm auch an Wettbewerben im Rahmen der freiwilligen Reservistenarbeit teil. Diese Verbindung zu den Soldaten der Reserve führte im Februar zu der Gründung eines von der 3. Kompanie ausgerichteten überregionalen Wettkampfes, der den Namen "Wildsaupokal" erhielt und jährlich neu ausgeschriebenen werden sollte. Der erste Wettbewerb fand am 07. Juli statt. 10 ausländische Mannschaften, 6 Bundeswehrmannschaften und 6 Reservistenmannschaften beteiligten sich an diesem Wettkampf. Erster Sieger wurde die Reservistenkameradschaft Hermeskeil. Zu einer besonderen Würdigung seiner großen Verdienste um die Patenschaft zwischen der Stadt Sulzbach und der z. Kompanie wurde am 14. März die Verabschiedung des Kompaniefeldwebels, Hauptfeldwebel Horst Giltz, durch die Stadt Sulzbach. In einer Feierstunde betonte Bürgermeister Huppert die Verdienste des Hauptfeldwebel Giltz für die in diesem Jahr 20 Jahre bestehende Patenschaft.
Der 14. März war auch ein wichtiger Tag für das gesamte Bataillon. Der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Manfred Wörner besuchte die Hochwald - Kaserne. An diesem Tage informierte sich der Minister über das Bataillon und die bestehenden Schwierigkeiten hinsichtlich einer Erweiterung des Standortübungsplatzes. Ein weiterer Truppenübungsplatzaufenthalt stand an. In der Zeit vom 18. bis zum 30. April übte das Bataillon zum wiederholten Male in Daaden. Die dort stattgefundenen Kompaniebesichtigungen fielen zur vollsten Zufriedenheit aus.
Durch den Korpsnachschubkommandeur 3 wurde für die ihm unterstellten Verbände, Einheiten und Dienststellen sowie ausländische Gastmannschaften eine Militärpatrouille durchgeführt. Am 16. August konnte die 4. Kompanie unter der Führung von Leutnant Trossen den erste Platz unter insgesamt 16 teilnehmenden Mannschaften belegen.
Vom 18. bis zum 26. September fand im Raum Walldürn - Hardheim - Waldstetten die Heeresübung "Fränkischer Schild" statt an der das Bataillon mit den zwei Diezer Kompanien und einer Kompanie aus Hermeskeil teilnahm. Das Bataillon hatte den Auftrag, den Aufbau der Feldversorgung zu unterstützen, den Nachschub mit Mengenverbrauchsgütern über die Versorgungskette sicherzustellen und als Truppe im Leitungsdienst zu fungieren.
Unmittelbar nach Übungsende fand in Diez ein Wechsel in der Führung des Nachschubkommando 3 statt. Am 27. September übergab Oberst Nägel sein Kommando an Oberst Schlereth. Gleichzeitig wurden die Feierlichkeiten zum 30jährigen Jubiläum der Nachschubtruppe begangen, die mit einem "Großen Zapfenstreich" in der Freiherr - vom - Stein - Kaserne abschlossen. Dem Bataillon wurde dabei die Ehre zuteil, mit den Rekruten der 3. Kompanie und der Nachschubausbildungskompanie 16/III den "Großen Zapfenstreich" durchzuführen. Der absolute Höhepunkt für das Transportbataillon 370 war jedoch am 18. Oktober die Veranstaltung zum 30jährigem Bestehen, verbunden mit dem 10jährigen Bestehen der Patenschaft mit dem 53rd (US) Transportation Batallion aus Kaiserslautern.
Im Mittelpunkt stand ein Bataillonsappell. Während des Appells wurde dem Bataillon vom rheinland-pfälzischen Innenminister, Kurt Böckmann, ein Fahnenband des Ministerpräsidenten von Rheinland -Pfalz, Dr. Bernhard Vogel, verliehen.
Ein Fahnenband wird an Einheiten der Bundeswehr verliehen, die sich durch besondere Leistungen hervorgetan haben. Nach dem offiziellen Festakt und einer Parade wurde ein "Tag der offenen Tür" durchgeführt. Den zahlreichen Gästen wurden eine große Geräteschau, ein Platzkonzert und sogar die Einrichtung eines Sonderpostamtes geboten. Den Abschluß bildete ein Kameradschaftsabend.
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