Die Ausgestaltung des Dreikönigsschießens
war zum wiederholten Male die erste Herausforderung für
das Transportbataillon. Am 05. Januar mußten Übungen
wie "Lanzenstechen vom wippenden Holzpferd"
oder "Billardweitstoß mit Medizinball" bewältigt
werden, wobei mißlungene Durchgänge am beliebtesten
waren.
Im April und Mai leisteten Soldaten des Transportbataillons in den Wäldern ihrer Standorte Diez und Hermeskeil zusammen 150.000 Stunden Katastrophenhilfe. Unter der Leitung von Waldfacharbeitern beseitigten sie Sturmschäden, die die Orkane von Januar und Februar angerichtet hatten. Die Einsätze fanden in der Presse einen sehr nachhaltigen und positiven Widerhall.
Vom 10. bis 17. August war das Bataillon auf dem "Stammtruppenübungsplatz" in Daaden. Das Bataillon war aufgrund.der sommerlichen Temperaturen auf dem Biwakplatz "Hoher Baum" in Zelten untergebracht. Hier ereignete sich am 13. August ein sehr tragischer Unfall. Ein Blitzschlag tötete am frühen morgen den Gefreiten Manfred Weber der 1. Kompanie. Zu dem tragischen Unglück kam es, als ein Blitz in eine 30 Meter hohe Fichte und von dort in ein Zehn - Mann Zelt einschlug. Die übrigen Soldaten blieben unverletzt. Ein Gedenkstein an dieser Stelle erinnert noch heute an dieses tragische Unglück. Zu Anfang des Übungsplatzaufenthaltes in Daaden fand auch unter der Leitung des Korpsnachschubkommandeurs eine Militärpatrouille statt. Sieger wurde unter den 30 teilnehmenden Mannschaften der Bundeswehr und der amerikanischen Patenschaftsverbände die 5. Kompanie unter der Führung von Oberfähnrich Keller.
"Deutschland einig Vaterland."Nach 40 Jahren wurde aus zwei deutschen Staaten wieder ein Vaterland. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik wurde auch aus zwei Armeen eine. Diese Integration sollte durch das Tragen einer einheitlichen Uniform dokumentiert werden. In der Nacht vom 04. zum 05. September rollten Lastkraftwagen des Bataillons mit Bekleidung in Richtung Halle und Erfurt. Mit dem Tage der Wiedervereinigung wurden Soldaten der Bundeswehr zu Einheiten der ehemaligen Nationalen Volksarmee abkommandiert, um dort bei der Umgliederung, Auflösung oder auch Neuaufstellung zu helfen. So wurde am 03. Oktober Oberstleutnant Schröder nach Dresden als Kommandeur zu einem Sanitätsbataillon abkommandiert. Bis zum Ablauf der Kommandierung wurde das Bataillon von Major Unruh, S3-Stabsoffizier des Bataillons, geführt. |