"Antreten zum traditionellen Dreikönigsschießen"
hieß es am 10. Januar. Pünktlich um 13.00 Uhr konnte
der Kommandeur, Oberstleutnant Schröder, neben den
Soldaten seines Bataillons etwa 300 Gäste willkommen heißen.
Sonderübungen, wie von einem hölzernen Pferd mit Pfeil
und Bogen auf einen laufenden Keiler treffen oder einen
Riesendartpfeil auf einer Wurfscheibe zu plazieren,
brachten viele Lachsalven mit sich.
Am 13. Februar besuchte der Kommandierende General des III. Korps, General Carstens, das Bataillon. Bei einem Gespräch mit den Offizieren und den Kompaniefeldwebeln ging er besonders auf die baldige Verlegung des Bataillons nach Diez in die Freiherr-vom-Stein-Kaserne ein.
Nach drei Jahren Dienst im Bataillon gab Oberstleutnant Schröder am 13. März das Kommando ab. Nachfolger wurde Oberstleutnant Unruh, der schon als S3-StOffz im Bataillon Dienst leistete.
Eine außergewöhnliche Ehrung erfuhr während der Obergabezeremonie Oberleutnant Klaas. Oberstleutnant Schröder überreichte ihm das große Bataillonswappen mit Zinnteller und eine Dankurkunde. In vorbildlicher Weise hatte Oberleutnant Klaas das schwierige Geschäft des Personalwesens gemeistert und oftmals auch sein organisatorisches Können unter Beweis gestellt. Zu erwähnen war das Dreikönigsschießen dessen Planung seine Aufgabe war. Nach mehr als zehn Jahren Dienst als S1-Offizier wurde er nach Gerolstein versetzt.
Nicht unerwähnt darf der Hilfseinsatz im Juli und August durch Soldaten des Bataillons für Bosnienflüchtlinge bleiben. Etwa 60 Soldaten des Bataillons unter der Führung von Leutnant d. R. Meißner waren mit 20 Lastkraftwagen im Einsatz. Sie verluden in Mainz mit Unterstützung amerikanischer Soldaten Spinde und Betten und transportierten sie in verschiedene Aufnahmeeinrichtungen in Rheinland - Pfalz. Am 02. Dezember erreichte der Umgliederungsbefehl Nr. 1101/93(H) für die Einnahme der Heeresstruktur 5 das Bataillon. Jetzt war es endgültig: beginnend ab 01. April 1993 sollten der Bataillonsstab und die 1., 2. und 3. Kompanie , inklusive der 6. Kompanie als Geräteeinheit verlegen. Der neue Standort Diez war seit langem bekannt. |