Transportbataillon 370
1994

 

Die Unterstützung durch das Bataillon im Rahmen der Bosnienhilfe wurde gleich zu Jahresbeginn fortgesetzt. Bis Mitte Februar leistete die 2. Kompanie 27.000 Transportkilometer und transportierte dabei 800 Tonnen Hilfsgüter.

Die Spenden, wie Bekleidung, Wolldecken, Nahrungsmittel und Arzneimittel wurden in der Mainzer Kurmainz -Kaserne sortiert, in Spezialkartons verpackt und von dem Transportkommando zur RheinMain- Air-Base gebracht. Von dort aus traten sie die Reise nach Bosnien an.


Februar 1994: Das TrspKdo der 2./TrspBtl 370 für den Bosnienhilfseinsatz. v. I.: Gefr Hammes; Gefr Stöhr; Gefr Weber; Gefr Spaniol.

Schon in der "Hermeskeiler Zeit" des Bataillons, wurde die Betreuung und Unterstützung der Soldaten der Reserve "groß" geschrieben. Die 3. Kompanie war die "Reservistenkompanie".

Diese Tradition wurde unmittelbar nach der Verlegung des Bataillons nach Diez wieder aufgenommen, indem man Kontakte zur Reservistenkameradschaft Limburg aufnahm.

Auch hier wurde die 3. Kompanie wieder mit der Reservistenbetreuung beauftragt. So stellte das Bataillon am 19. März Soldaten und Kraftfahrzeuge zur Reservistenkameradschaft Limburg ab, um beim jährlichen Umweltschutztag in der Gemeinde Elz teilzunehmen. Im Mai stellte das Bataillon zwei VW -Busse mit Kraftfahrern zur Verfügung, um die Reservisten bei einem Einsatz zur Pflege von Kriegsgräbern in Verdun zu unterstützen.


09. Mai 1994: Verabschiedung des Arbeitskommandos der RK - Limburg. 2. v. I. (stehend) OTL Unruh; 4. v. r. (stehend) Gefr Kley; 2. v. r. (knieend) Gefr Klein, beide 3./TrspBtl 370.

Die Patenschaften, die das Bataillon im "alten" Standort eingegangen war, konnten aufgrund der Entfernung nicht aufrechterhalten werden. Das Aufnehmen und Unterhalten von Patenschaften zu Gemeinden gehörte jedoch stets zum Geist des Transportbataillons:

am 18. Mai ging die 1. Kompanie mit der Gemeinde Geilnau eine Patenschaft ein. Die Zeremonie begann mit einer Baumpflanzung und endete in einer Feierstunde im Dorfgemeinschaftshaus.

Am 25. Juni gingen die 5. Kompanie und die Gemeinde Altendiez eine Patenschaft ein. Höhepunkt dieses Ereignisses war ein Patenschaftsfest in der Altendiezer Lahnblickhalle.

Am 18. September übernahmen die 4. Kompanie und die Gemeinde Wasenbach im Rahmen der Wasenbach-Kirmes die angenehmen Pflichten einer Patenschaft. Mitten im Ort fand eine Informations- und Geräteschau statt, was eine Straßensperrung nötig machte.

Die 2. Kompanie suchte sich als Patengemeinde die Gemeinde Holzheim aus.


25. Mai 1994: Öffentliches Gelöbnis auf dem Sportplatz in Freiendiez.

Der 11. Juni war der Tag des St. Christophorus-Biwaks.

Das Transportbataillon 370 führte die Tradition des nach Koblenz verlegten Nachschubkommando 3 fort, das in den Jahren zuvor Ausrichter war.

Während des Biwaks wurde die Patenschaft zwischen dem Transportbataillon 370 und der Gemeinde Elz besiegelt. Die 3. Kompanie tauschte mit der Reservistenkameradschaft Limburg Patenschaftsurkunden aus. Die große Resonanz gab dem Bataillon recht, das St. Christophorus-Biwak weiterzuführen.


11. Juni 1994: Patenschaft zwischen der Gemeinde Elz und dem Bataillon. Links: Der Bürgermeister von Elz: Herr Schuhmacher; Rechts: Der Kdr TrspBtl 370: OTL Unruh.


11. Juni 1994: Patenschaft zwischen der 3./TrspBtl 370 und der RK - Limburg. Rechts: Hptm Drieschner, KpChef der 3./TrspBtl 370. Links: OLt d. R. Dillmann, Vorsitzender der RK - Limburg.

Auch der "Wildsaupokal" wurde von der 3. Kompanie wiederum durchgeführt. Am 09. Juli stellten sich Mannschaften aktiver Verbände, Reservistenmannschaften und Mannschaften der US-Streitkräfte zum Vergleich.

Nichts ist so beständig wie der Wechsel. Unter diesem Motto stand der 29. Juli im Transportbataillon. Oberst Hammerschmidt, der Kommandeur NschRgt 5, übergab das Kommando über das Bataillon von Oberstleutnant Unruh an Major i. G. Geyer.

Mit ihm übernahm zum ersten Mal in der nunmehr 38-jährigen Geschichte des Bataillons ein Soldat aus Bayern das Kommando.


29. Juli 1994: Oberst Hammerschmidt übergibt das Kommando von OTL Unruh (links) an Major i.G. Geyer (2.v.r.)

Während einer freilaufenden Bataillonseinsatzübung im Hunsrück, vom 07. bis 11. November konnte das Bataillon beweisen, daß der Umzug von Hermeskeil nach Diez ohne Einschnitte in der Leistungsbereitschaft vollzogen wurde.

Das Transportbataillon hatte sich in Diez / Montabaur gut eingelebt und wurde rasch und unproblematisch in die Region integriert.

 

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